Zwergschwäne machen Zwischenstopp

Tausende Zwergschwäne sorgen für die ersten Farbtupfer in der Landschaft. Foto: Martina Bode, Kuno e. V.

Derzeit rasten knapp 4.800 Zwergschwäne – ein Drittel der nordwesteuropäischen  bzw. 20 Prozent der weltweiten Population – in Schleswig-Holstein. Viele von ihnen nutzen auch das Stiftungsland, die Naturschutzflächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, für den weiteren Zug in die sibirischen Brutgebiete als Tankstelle und Schlafplatz.

Die Eider-Treene-Sorge-Niederung mit mehr als 3.500 Hektar Stiftungsland und die angrenzende Grünlandgebiete am Nord-Ostseekanal einschließlich der Haaler Au-Niederung gehören zu den Hauptrastgebieten Schleswig-Holsteins und Deutschlands. Allein im Einzugsgebiet der Halauer Au wurden jetzt 1.560 Zwergschwäne gesichtet; im Gebiet Meggerkoog-Börmerkoog waren es rund 1.400 Vögel.

Anders als der größte Teil der Zugvögel können Zwergschwäne nicht Segeln und schlagen überwiegend mit den Flügeln. Deswegen müssen sie an den Rastplätzen in möglichst kurzer Zeit viel energiereiches Futter aufnehmen. In der Eider-Treene-Sorge-Niederung gräsen sie auf dem Grünland und können so in kurzer Zeit viel Energie aufnehmen.

Der NABU-Tipp für Vogelkieker: Im Meggerkoog am Fünfmühlendeich (24861 Meggerdorf, Kreis Schleswig-Flensburg) befindet sich ein Beobachtungsturm, von dem aus sich ein guter Überblick über die Schlafgewässer und die Nahrungsplätze der Zwergschwäne bietet. Im Zentrum des Börmer Kooges (24863 Börm, Kreis Schleswig-Flensburg) besteht ebenfalls die Möglichkeit, von einem Turm aus die Nahrungshabitate zu überblicken. Darüber hinaus bietet sich der PKW als Tarnzelt  an. Das bietet die Möglichkeit windgeschützt die Zwergschwäne zu beobachten ohne die Vögel zu stören.