Wohlbehagen auch ohne Stall

6.3.2017 – „Winterwanderung“ durchs Stiftungsland Hammer: Galloways und Exmoorponys grasen für den Naturschutz


Eine Wanderung durchs Stiftungsland Hammer bei Kiel gewährte Einblick in das vermeintlich raue Leben der vierbeinigen Naturschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. 35 Unentwegte ließen sich nicht abschrecken: als klassische Winterwanderung durch eine zumindest leicht eingezuckerte Landschaft geplant, empfing das norddeutsche Schmuddelwetter die Wanderer. Unbeeindruckt davon zeigten sich auch die Galloways und Exmoorponys. Die Vierbeiner sind „Kummer“ gewohnt und über Jahrhunderte an diese Verhältnisse angepasst. In ihrer Heimat auf den britischen Inseln herrscht auch nicht immer eitel Sonnenschein.

Umringt von den Ponys und Rindern, inklusive erstem Nachwuchs, erklärten Miriam Kimmel, zuständige Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz, und Tierhalter Dirk Andresen vom Verein Weidelandschaften e.V. Sinn und Zweck der Weidelandschaft mit ihren vierbeinigen Ökorasenmähern. Sie konnten auch den Zuhörern die Angst nehmen, dass die Tiere den Winter über frieren. Sie haben eine viel niedrigere Wohlfühltemperatur als Menschen. Ausgestattet mit einem dicken Winterpelz sind Kälte, Regen und Schnee für die Tiere kein Thema – ein Stall nur überflüssiger Luxus. Also kein Grund zu Sorge, dass die Gesundheit der Exmoorponys und Galloways in Gefahr ist und sie nicht artgerecht versorgt werden.