Wöhrdener Loch soll bunter werden

Mahdgutübertragung für blütenbunte Wiesen sollen die Überlebenschancen von Küken der Uferschnepfe erhöhen.


Leuchtend-gelb soll ein Teil des Naturschutzgebietes Wöhrdener Loch im Speicherkoog, Kreis Dithmarschen, schon im kommenden Jahr leuchten. Der Große Klappertopf (Rhinanthus serotinus) bekommt in diesen Tagen ein neues Zuhause.

Er wird ausgesät, denn noch ist er dort kaum vorhanden. Zum Einsatz kommen auf der 14 Hektar großen Fläche  rund 180 Kilogramm Saatgut. Die Samen hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit ihren Partnern im so genannten Heudrusch-Verfahren auf den artenreichen Wiesen im Katinger Watt gewonnen. Sie sind durchmischt mit Tausendgüldenkraut, Herbstlöwenzahn und Orchideensamen.

Mit der Mahdgutübertragung wird das Terrain für die Uferschnepfe weiter angepasst. Die so aufgewerteten Wiesen sind für die Küken der Uferschnepfe überlebenswichtig, denn auf den Blüten tummeln sich zahlreiche Insekten, die als Nahrung dienen. Gleichzeitig können die Küken leichter als in dichten, hohen Grasbeständen unterwegs sein. Sie finden aber immer noch genug Deckung, um sich vor ihren Feinden zu verstecken.

Mehr Informationen zum Projekt zur Rettung der Uferschnepfe gibt es hier.