Wiesenvögel profitieren im Ökokonto Wedeler Marsch

Minimaler Flächenverbrauch – maximaler Gewinn: Lebensraum für Rotschenkel, Kiebitz und Co. wird im Ökokonto optimiert

  • Der Bagger rückte in der Wedeler Marsch an.

  • Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hatte zum Pressetermin eingeladen.

  • Ute Ojowski stellte sich den Fragen der Reporter.

  • Auch das Radio hat von dem Termin berichtet.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das Sprichwort kennt jeder. Das gelingt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit ihrem Ökokonto in der Wedeler Marsch, Kreis Pinneberg. Auf der 24 Hektar großen Fläche wird der Lebensraum für Kiebitz, Rotschenkel, Wiesenpieper und Feldlerche sowie rastende und überwinternde Gänse optimiert. Davon profitieren nicht nur Flora und Fauna, sondern auch Bauträger, die für ihre Bauvorhaben einen Ausgleich leisten müssen.

Mehr Regenwasser in der Fläche halten, heißt das Ziel der Entwicklungshelfer für den Naturschutz. Deshalb werden Grüppen (kleine Entwässerungsgräben) angestaut und bei Gräben die Ufer abgeflacht und regulierbare Staubretter eingesetzt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Fläche extensiv bewirtschaftet.

Denn: Bauvorhaben wie Windkraftanlagen, Straßen oder Stromleitungen greifen in die Natur ein und müssen ausgeglichen werden – kompensiert, so der Fachbegriff. So sieht es der Gesetzgeber vor. Damit neben der Vernichtung von nutzbarer Fläche für das Bauvorhaben nicht auch noch wertvoller Ackerboden für diese „Kompensationsmaßnahme“ verloren geht, setzt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft, der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH, diese auf ihren Naturschutzflächen um. Die für die Natur wertvollen Flächen hält sie mit ihren Ökokonten vor und bietet sie Bauträgern als Ersatz für ihre Vorhaben als Kompensation für Umweltschäden an.