Wasser marsch!

Brachvogel, Bekassine und Moorfrosch freuen sich: In der Oberen Alsterniederung wird es wieder nass – eine Feuchtwiese entsteht.

Viele Drainagerohre und kleine Gräben entwässern das kleine Restmoor auf der rund 20 Hektar großen, ansonsten sandigen und mageren Wiese an der Alster bei Henstedt-Ulzburg. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lässt den Bagger im Stiftungsland brummen, um Gräben abzudichten und alte Entwässerungsrohre zu unterbrechen. „Die Baggerschaufel wird auch einige flache Mulden schaffen, die sich später mit Regenwasser füllen“, beschreibt der Biologe Hauke Drews das kleine Bündel an Maßnahmen, das für Wiesenvögel und Amphibien die Lebensbedingungen elementar verbessern soll.

Dauerhaft gepflegt wird das ehemals intensiv bewirtschaftete Grünland dann sehr extensiv von Robustrindern. Mehr Wasser und mehr Strukturvielfalt auf der Fläche, darüber freuen sich Bekassine und Brachvogel, die im feuchten Boden besser nach Nahrung stochern können. „Aber auch der kleine Wachtelkönig, der deckungsreiche Vegetation liebt, und der Moorfrosch, der neue Laichgewässer findet, profitieren von unseren Erdbewegungen“, weiß Drews.  

Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem EU-Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt.