Wasser marsch! im Oldenburger Graben

Bauarbeiten abgeschlossen: Mehr Wasser für Plügger Wiesen geben Moor- und Wiesenvogelschutz einen Schub


Die Bagger haben sich aus den Plügger Wiesen im Stiftungsland Oldenburger Graben, Kreis Ostholstein, verabschiedet. Angetreten waren die Tiefbauer, um mehr Wasser in die Fläche zu holen. Ziel des Wasser- und Bodenverband Oldenburg i.H. und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: ein natürlicher Wasserhaushalt in den Wiesen, um den Niedermoor- und Wiesenvogelschutz voranzubringen.

Bei den Bauarbeiten auf dem 57 Hektar großen Komplex war Fingerspitzengefühl gefragt. In der Vergangenheit durchzogen zahlreiche Gräben die Wiesen, um die angrenzenden Äcker zu entwässern, um sie landwirtschaftlich nutzen zu können. Die alten Gräben legten über Jahrzehnte aber auch das Niedermoor trocken. Der negative Effekt: Feuchtwiesen mit ihrer typischen Vegetation verschwanden und bei der Zersetzung des Moorbodens wurde der Klimakiller Kohlendioxid freigesetzt.

Das gehört jetzt der Vergangenheit an, weil zwei der Gräben verbreitert und durch ein neues naturnahes Gewässer ergänzt wurden. Ein Großteil der alten Entwässerungsgräben mit einer Länge von rund 4000 Meter kann jetzt angestaut werden, ohne dass benachbarte Flächen anderer Eigentümer nasser werden.

Die Naturschutzmaßnahme hat der Kreis Ostholstein aus Ausgleichsmitteln finanziert.