Oldenburger Graben: Wasser marsch!

Wasser- und Bodenverband Oldenburg i.H. und Stiftung Naturschutz holen mehr Wasser in Plügger Wiesen


Im Stiftungsland Oldenburger Graben, Kreis Ostholstein, holt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mehr Wasser in die Landschaft geholt. Die Landwirtschaft sowie die Dörfer Plügge und Lütjendorf sollen dadurch aber keine Nachteile haben. Bei der naturschutzfachlichen Aufwertung des 100 Hektar großen Flächenkomplexes sind der Wasser- und Bodenverband Oldenburg i.H. und der Kreis Ostholstein, der die Naturschutzmaßnahme aus Ausgleichsmitteln finanziert, mit im Boot. Gemeinsames Ziel der drei Partner: Im Teilbereich der Plügger Seewiesen mit einer Größe von 57 Hektar soll der Niedermoor- und Wiesenvogelschutz verbessert werden.

Bisher ist das Gebiet von zahlreichen Gräben durchzogen, die durch den Wasser- und Bodenverband unterhalten werden, um die angrenzenden Ackerflächen zum Oldenburger Graben zu entwässern. Diese Gräben legen aber auch das Niedermoor am Oldenburger Graben so trocken, dass hier kaum noch typische Feuchtwiesen vorkommen. Um das zu ändern, werden nun zwei der Gräben verbreitert und durch ein neues naturnahes Gewässer ergänzt. Ein Großteil der übrigen Gräben (4000 m) werden dadurch überflüssig. Hier kann die Stiftung Naturschutz im Anschluss an die Umlegung der Gewässer Gräben anstauen, ohne dass andere Eigentümer beeinträchtigt werden.

Beim Anstauen der Gräben geht es jedoch mit Fingerspitzengefühl zu, denn die Flächen sollen auch weiterhin gemäht und beweidet werden können, so dass sich Wiesenvögel, wie Braunkehlchen, Kiebitz und Feldlerche, hier wohlfühlen.
Erfreulicher Nebeneffekt: Weil durch mehr Wasser im Niedermoor, dessen Zersetzungsprozess gestoppt wird, können rund 640 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden. So wird Moorschutz zum Klimaschutz!