Wasser marsch im Eidertal!

Ökokonto Kleinflintbeker Moor: Minimaler Flächenverbrauch – maximaler Gewinn für Moorfrosch und Braunkehlchen

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das Sprichwort kennt jeder. Das gelingt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit ihrem Ökokonto im Kleinflintbeker Moor im Eidertal südlich Kiels, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Auf der nicht einmal zwei Hektar großen Fläche wird der Lebensraum für Moorfrosch, Braunkehlchen, Bekassine und typische Pflanzenarten, die feuchte Wiesen bevorzugen, optimiert.

„Wir wollen mehr Regenwasser in der Fläche halten“, beschreibt Projektmanager Philipp Meinecke von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein das Ziel der Naturschützer. „Deshalb heben wir auf der Fläche die künstliche Entwässerung auf und sanieren ein bereits bestehendes Kleingewässer. Der Flache Ufersaum macht es wieder zu einem attraktiven Laichgewässer für Amphibien.“ Von den Tiefbauarbeiten profitieren nicht nur Flora und Fauna, sondern auch Bauträger, die für ihre Bauvorhaben einen Ausgleich leisten müssen.

Denn: Bauvorhaben wie Windkraftanlagen, Straßen oder Stromleitungen greifen in die Natur ein und müssen ausgeglichen werden – kompensiert, so der Fachbegriff. So sieht es der Gesetzgeber vor. Damit neben der Vernichtung von nutzbarer Fläche für das Bauvorhaben nicht auch noch wertvoller Ackerboden für diese „Kompensationsmaßnahme“ verloren geht, setzt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft, der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH, diese auf ihren Naturschutzflächen um. Die für die Natur wertvollen Flächen hält sie mit ihren Ökokonten vor und bietet sie Bauträgern als Ersatz für ihre Vorhaben als Kompensation für Umweltschäden an.