Übersichtlich und feucht muss es sein

Freude bei Greta und Co.: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sorgt für mehr Wasser im Speicherkoog Nord


Im Speicherkoog Nord in der Meldorfer Bucht wird das Terrain für die Uferschnepfe – an der Westküste wegen ihres markanten Rufes auch Greta genannt –für die Brut und Aufzucht weiter angepasst. Auch andere bedrohte Arten, wie Kiebitz, Rotschenkel und Kampfläufer, werden von den Maßnahmen profitieren. Ziel der umfangreichen Erdarbeiten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihrer Partner, dem Michael-Otto-Institut im NABU Bergenhusen (MOIN), dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) sowie dem Kreis Dithmarschen im Rahmen des „LIFE-Limosa“-Projektes: Vor allem im Frühjahr sollen weitere Wasserflächen den Koog für Wiesenvögel noch attraktiver machen. Gleichzeitig soll die extensive Bewirtschaftung der Flächen erhalten und verbessert werden.

Dazu werden vorhandene natürliche und künstliche Abflüsse teils durch Erdstaue, teils durch neu zu bauende Überfahrten mit regulierbaren und verschließbaren Knierohren geblockt. Ein Graben soll naturnah ausgebaut werden, um das zu stauende Wasservolumen zu erhöhen. Weiterhin werden Blänken mit periodisch wechselndem Wasserstand ausgebaggert.

Rund 6,1 Millionen Euro fließen bis 2022 in das Artenschutzprojekt für Greta, wie die Uferschnepfe an der Westküste liebevoll genannt wird. Die Hälfte kommt aus dem EU-Förderprogramm LIFE+, den Rest steuern die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Kreises Dithmarschen mit dem Fonds „Mehr Natur für Dithmarschen“, des Kreises Schleswig-Flensburg und des Kreises Nordfriesland bei.

Mehr Informationen unter: www.wo-ist-greta.de