Tierwohl: Neue stromführende Zauntrasse

Im Stiftungsland Geltinger Birk sind in den vergangenen Wochen 12 Kilometer Zaun erneuert worden.


Eine Spezialfirma aus Niedersachsen hat in den vergangenen Wochen Zauntrassen, die vor 14 Jahren im Stiftungsland Geltinger Birk gebaut wurden, durch neue Robinienpfähle mit fünf Reihen Glattdraht ersetzt. Die alten Zäune waren in die Jahre gekommen und deshalb in einigen Bereichen morsch. „Außerdem machen neue Anforderungen im Tierschutz es erforderlich, dass wir keinen Stacheldraht mehr bei der Weidetierhaltung einsetzen. Deshalb haben wir jetzt glatte Drähte, von denen zwei stromführend sind“, erklärt Nils Kobarg, Leiter der Integrierten Station Geltinger Birk. Gerade Eltern mit Kindern mahnte er zur Vorsicht. Das gilt auch für die Weidetore.

Unter schwierigsten Witterungsbedingungen haben die Zaunbauer auch in den entlegensten Winkel des Naturschutzgebietes gearbeitet. Aufgrund des Regens sind jetzt einige Wanderwege in schlechtem Zustand. Sie werden soweit wieder hergerichtet, dass sie im Winter mit festem Schuhwerk mehr oder weniger gut begehbar sind. Der Weg zur Birkspitze und weiter auf dem Deich nach Falshöft und der Krötenrundweg sind aber weiterhin problemlos begehbar. Im kommenden Jahr sollen noch acht Kilometer Zaun im Norden ausgetauscht werden.

Spaziergänger werden feststellen, dass die Zäune jetzt nicht mehr versteckt am Deichfuß stehen, sondern auf dem Deich. So ist eine bessere Haltbarkeit der Zaunpfähle und eine leichter Zaunkontrolle gewährleistet. Entgegen anders lauteten Gerüchten ist kein Meter Zauntrasse neuangelegt worden. Nur versteckt gelegene und schlecht zu unterhaltende Zäune sind neu positioniert. „In den letzten Jahren haben wir auf der Birk deutlich über 50 Kilometer alte Zwischen- und Querzäune entfernt“, sagt Kobarg. „Das heißt, die Gesamtzaunlänge wurde deutlich reduziert. Nur außen herum steht noch ein Zaun.“

Gefördert wird das Projekt vom Kieler Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.