Stiftungsland Freudenholm: Naturoase am Lanker See

Neuer Wanderweg eröffnet Einblicke in Lebensraum für Graugänse, Schmetterlinge, Wildbienen und Co.


Wo noch bis vor kurzem intensives Einheitsgrünland war und der aufgebrachte Dünger zum Teil über Entwässerungsrohre direkt im Lanker See landete, liegt jetzt eine neue Naturidylle. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erwarb fast 30 Hektar rund um die Klinik Freudenholm - zwischen Schellhorn und Lanker See gelegen - und macht sie wieder zum attraktiven Lebensraum für heimische Arten. Jetzt haben Vertreter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Schellhorn, Kai Johanssen, der Familie Först vom Reiterhof Gläserkoppel  und Ute Mäurer von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Plön, den neuen Wanderweg, der das Gebiet erschließt, feierlich eingeweiht.

Robuste Highland Cattle halten schonend die Wiesen kurz und fördern Blütenpflanzen, wie Wiesenmargeriten und Moschusmalve. Der vom Aussterben bedrohte Sumpfdreizack kann sich wieder ausbreiten. Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel, wie Feldlerche und Kiebitz, erobern sich den Luftraum zurück. Damit die Graugänse wieder zum grasen ans Ufer gehen können, hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein störende Gehölze am Seeufer entfernt.

Auch die Menschen vor Ort profitieren von der Naturschutzmaßnahme: Die Stiftung Naturschutz hat einen kleinen Damm für den beliebte Wanderweg von Schellhorn über die Feuchtwiese zum Reiterhof und Campingplatz angelegt.

Das Projekt wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem EU-Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt.