Reif für die Insel

Uferschnepfen sollen im Beltringharder Koog noch ungestörter brüten können.

Greta, wie die europaweit geschützte Uferschnepfe an der Westküste liebevoll genannt wird, bekommt eine eigene kleine Insel, damit sie und ihre Familien nicht mehr durch Füchse und andere Feinde gestört werden und ganz in Ruhe groß werden können.

Im Beltringharder Koog nordwestlich von Husum schwingt der Bagger seine Schaufel. Eine elf Hektar große Halbinsel im Gebiet wird jetzt durch einen breiten Graben vom Festland getrennt. Bislang haben die Uferschnepfen hier auch schon gern gebrütet, aber ihre Eier waren ein gefundenes Fressen für Andere. Mit dieser Maßnahme hofft das Projektteam aus der Stiftung Naturschutz, dem Michael-Otto-Institut (MOIN) im NABU, dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) und weiteren Partnern, den Bruterfolg des Wiesenvogels zu erhöhen.

Kühe, die dort im Sommer die Weide kurz halten sollen, müssen allerdings nicht zu ihrem Futterplatz schwimmen. Während der Sommermonate werden die Wasserstände so niedrig sein, dass sie ohne Probleme auf eigenen Hufen auf die Insel gelangen können.

Die Stiftung Naturschutz als Trägerin setzt noch bis 2022 im Limosa-Projekt in enger Kooperation mit  ihren Partnern Artenschutzmaßnahmen für Wiesenvögel um. Die Hilfe für Greta und ihre Freunde wird zur Hälfte aus dem EU-Förderprogramm LIFE+ finanziert, die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen und Schleswig-Flensburg steuern Ersatzmittel bei.