Preisgeld für „Wiedervernetzung“

Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt prämiert Projekt zur Hinterlandanbindung von Grünbrücken

  • Prof. Dr. Drebenstedt, Beiratsvorsitzender der Stiftung, Thomas Steglich, Stiftungsvorstand, Dr. Björn Schulz , Stiftung Naturschutz SH, und Dr. Jens Marquardt, Stiftungsvorstand (v.l. nach r.) Fotograf: Michael Schlutter

  • Fotograf: Michael Schlutter

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Bereits zum zwölften Mal vergab die Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt ihren Förderpreis, mit dem wissenschaftliche Arbeiten und besondere Leistungen auf den Gebieten Steine-Erden-Bergbau und Umweltschutz gewürdigt werden. 16 Einsendungen aus elf Bundesländern sowie ein Beitrag aus Polen waren bei der Stiftung eingegangen, die von der Stifterin Holcim (Deutschland) GmbH unterstützt wird. In diesem Jahr prämierte die neunköpfige Jury drei Einreichungen mit insgesamt 9.000 Euro Preisgeld und vergab für eine weitere Arbeit eine ideelle Anerkennung.

Dr. Björn Schulz, Projektleiter von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, wurde für die Arbeit “Die Wiedervernetzung von Lebensräumen im Kreis Segeberg - der Beitrag von Kiesgruben” mit einem Förderpreis geehrt. Die Jury sah hier ein gutes Beispiel dafür, wie bei einem noch laufenden Sand- und Kiesabbau der Eingriff in die Natur begleitet und gleichzeitig Brücken zu angrenzenden Lebensräumen geschaffen und diese wiedervernetzt werden.

Die weiteren Preise gingen an den Landschaftsökologen Jürgen Trautner, Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung, für seine Arbeit “Entwicklung einer Kiesabbaulandschaft im Hegau am Bodensee - Ergebnisse aus Untersuchungen zur Vegetation und Fauna im Zeitraum 1992 bis 2013” und Dr.-Ing. André Simon (Technische Universität Bergakademie Freiberg) für seine Dissertation “Erarbeitung einer Methodik zur Reduzierung der Sauerwasserbildung durch gezielte Abraumverkippung unter Beachtung geogener Potentiale”. Eine ideelle Anerkennung erhielt der Arbeitskreis Rohstoffsicherung Mecklenburg-Vorpommern für die “Dokumentation der langjährigen Arbeit: Umweltschutz, Soziales, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit”.

„Die vier Beiträge gehen auf ganz unterschiedliche Themenfelder ein und sind es mit Sicherheit wert, einer größeren Fachöffentlichkeit vorgestellt zu werden“, betonte Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Beiratsvorsitzender der Stiftung in seiner Rede. Die Ehrung der Preisträger nahmen die Stiftungsvorstände Thomas Steglich und Dr. Jens Marquardt am 21. März im Rahmen des 16. Baustoffkolloquiums in Weimar vor.