Neues Ökokonto

Neues Ökokonto in Panten sorgt für minimierten Flächenverbrauch.

Bauvorhaben, wie Windkraftanlagen, Straßen oder Stromtrassen, greifen in die Natur, in die Knicklandschaft oder in Gewässer ein und müssen ausgeglichen werden, so sieht es der Gesetzgeber vor. Auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Panten, Kreis Herzogtum-Lauenburg, entsteht zu diesem Zweck ein neues Ökokonto.

„170 Meter neuer Knick, Steinhaufen, sonnenwarme, sandige Plätze zur Eiablage für Wald- und Zauneidechse, flache Mulden gefüllt mit Regenwasser, an denen der Kiebitz im Frühjahr Nahrung findet, und eine bunte Blumenwiesen werden aus dem ehemaligen Acker ein neues Naturparadies in direkter Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet machen“, ist sich Bernd Struwe-Juhl, Flächenmanager der Stiftung sicher.

Für eine dauerhaft gepflegte Wiese, auf der Gehölze nicht überhand nehmen, sorgen eine Handvoll Angus-Rinder in dem Ökokonto. „So bieten wir seltenen Vögeln, wie Feldlerche und Neuntöter, Ringelnatter und zahlreichen Blütenpflanzen ein neues Refugium“, blickt Gerrit Wehrhan von der Ausgleichsagentur in die Zukunft.

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, eine 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz finanziert die Naturschutz-Maßnahmen und hält mit den Ökokonten Flächenkomplexe für Bauträger von Großvorhaben bereit, die bereits behördlich als Kompensation für Umweltschäden anerkannt sind. Wertvolle Nutzfläche wird so geschont, weil der gesetzlich geforderte Ausgleich ins Biotopnetzwerk der Stiftung integriert wird.