Neuen Lebensraum für Amphibien schaffen

Baggerarbeiten in Süderhackstedt sorgen künftig für mehr Artenvielfalt.

Laute Motorengeräusche hallten durch das Waldgebiet der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Süderhackstedt im Landkreis Schleswig-Flensburg. Hauke Drews und Moritz Ott von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein waren dort mit dem Bagger unterwegs, um den Entwässerungsgraben eines alten Weihers zuzuschütten. Der Tümpel trocknet während der warmen Jahreszeit so schnell aus, dass Amphibien sich hier nicht fortpflanzen können. Doch die kleinen Tiere sind auf ein Gewässer zum Laichen angewiesen. Durch die Schließung des Entwässerungsgrabens wird sich der Wasserstand des alten Waldweihers erhöhen und sich so zu einem idealen Laichplatz für die verschiedensten Amphibienarten entwickeln. „Wir erwarten vor allem, dass sich hier die Erdkröte und der Grasfrosch ansiedeln und vermehren“, erklärt Hauke Drews, „mit ganz viel Glück könnte es auch ein attraktiver Platz für den Bergmolch sein.“

Doch nicht nur für die Amphibien ist der zugeschüttete Graben eine gute Sache. Ein weiteres Ziel ist es, den Wasserhaushalt im gesamten Wald wieder naturnäher zu gestalten. Durch die vielen Entwässerungsgräben wurden früher ganze Gebiete trocken gelegt, um sie landwirtschaftlich zu nutzen. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein arbeitet daran diese Waldbereiche wieder in ihre ursprüngliche Form zurück zusetzen, um so natürliche Lebensräume für Flora und Fauna zu schaffen.