Nationales Naturerbe

Vertrauen zahlt sich aus – Militärflächen in Blankensee und Nordoe gehen an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat die Verantwortung für zwei weitere ehemalige Militärflächen bei Itzehoe und Lübeck übernommen. Die Bundesregierung hat diese beiden Gebiete im Rahmen des Nationalen Naturerbes abgeben, um hier den Vorrang für Naturentwicklungen sicherzustellen. Natürlich freut sich der Dr. Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung über diesen Schritt: „Damit hat die Stiftung Naturschutz wieder einmal bewiesen, dass sogar Naturschutzflächen von national repräsentativer Bedeutung bei ihr in den besten Händen liegen.“

Den Naturschützern geht es um die Sicherung von Heidewaldbiotopen und die Verbesserung von Offenlandlebensräumen. Während in dem kleineren 120 Hektar großen Blankensee-Gebiet bei Lübeck – vor allem wegen der Munitionsbelastung – das Betreten der Flächen nur im Rahmen von Führungen erlaubt sein wird, besteht im 400 Hektar großen Gebiet um die Binnendünen von Nordoe bei Itzehoe ein ausgedehntes Wanderwegenetz, das erhalten bleiben soll.


Das Kernstück des Netzwerkes bildet dabei das „Nationale Naturerbe“. Das sind Liegenschaften des Bundes, die aufgrund ihres hohen Naturschutzwertes von national repräsentativer Bedeutung sind. 125.000 Hektar übergibt die Bundesrepublik in mehrere Tranchen dauerhaft in die Trägerschaft der Länder, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und weiterer Naturschutzorganisationen. Bei den Gebieten handelt es sich u.a. um ungenutzte Militärflächen.

Darüber hinaus begreifen die Mitglieder des Netzwerkes aber alle eigentumsrechtlich gesicherten Naturschutzflächen als Naturerbeflächen. Denn diesen Flächen ist gemeinsam, dass sie dauerhaft, also für nachfolgende Generationen, dem Erhalt der Biologischen Vielfalt dienen. Aus der ersten Tranche des Nationalen Naturerbes hat die Stiftung Naturschutz bereits 2011 den 237 Hektar großen Standortübungsplatz Wentorfer Lohe bei Hamburg übertragen bekommen.