Mehr, noch mehr – BlütenMeer 2020!

Theorie und Praxis-Tagung zur Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut am 14. Juni in der Akademie Sankelmark


Sie gehören zum echten Norden wie das Meer: die Wildblumen mit schleswig-holsteinischen Wurzeln. Doch Tausendgüldenkraut, Teufelsabbiss, Klappertopf und Co. sind nach und nach von den Wiesen und Weiden hier im nördlichsten Bundesland verschwunden. Das Projekt „BlütenMeer 2020“ will sie zurück bringen, ihnen ihre alte Heimat zurückgeben. Eine erfolgsversprechende Methode der Vielfaltschützer um Projektleiter Dr. Christian Dolnik ist die sogenannte Mahdgutübertragung. Dabei wird eine blütenbunte Wiese zur Vollblüte, also zur Samenreife abgemäht, das Mäh-Gut aufgefangen und auf einer wenig artenarmen Wiese ausgebracht.

Eine weitere Methode des Projekts der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist die Produktion von Regio-Saatgut. Dabei werden die Samen der seltenen Pflanzenarten an den letzten Wildstandorten in Schleswig-Holstein gesammelt und in der projekteigenen Arche Gärtnerei in Eggebek und in weiteren Partner-Gärtnereien in Schleswig-Holstein vermehrt. Durch den Aufbau einer dauerhaften Mutterpflanzenkultur, eines „kleinen BlütenMeeres“,  können diese Naturschätze langfristig gesichert und im Land wieder verbreitet werden: zum Beispiel auf Naturschutzflächen, aber auch auf Deichen und Straßenböschungen.

Maßnahmen und Erfahrungen aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ werden in Theorie und Praxis während der Tagung „Artenreich und blütenbunt – Aufwertung von Grünland durch Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut“ am 14. Juni von 8.30 Uhr bis 18 Uhr in der Akademie Sankelmark vorgestellt.

Weitere Informationen zur Tagung und Anmeldung finden Sie hier (PDF-Flyer)