Mehr Feuchtwiesen braucht das Land

Für Moorfrosch und Kiebitz wird es richtig feucht – Stiftung Naturschutz holt mehr Wasser ins „Seelandmoor“


Kiebitz, Moorfrosch und möglicherweise sogar Adebar können sich auf ein neues Refugium im ehemaligen „Seelandmoor“ bei Sillerup, Kreis Schleswig-Flensburg, freuen. Um mehr Niederschlagswasser in der rund 20 Hektar großen Fläche zu halten, wird im Niedermoorgrünland der natürliche Wasserhaushalt wieder hergestellt. Dafür werden Entwässerungsgräben verblockt und deren Uferbereiche abgeflacht. Außerdem wird im tieferliegenden Bereich eine große Blänke – eine nur in regenreichen Zeiten gefüllte Senke – angelegt.

Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten werden die alten Zäune durch einen gutsichtbaren, vogelfreundlichen Elektrodraht ersetzt. An den Grabenböschungen werden zudem die sich stark ausbreitenden Traubenkirschen entfernt. Diese aus Amerika eingeschleppte Art würde verhindern, dass sich die neuen Laichgewässer für den Moor-frosch im Frühjahr rasch erwärmen – Voraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung der Amphibien. Auch die Wiesenbrüter stehen auf einen übersichtlichen Bewuchs auf der Fläche. So können sie bei der Brut und Nahrungssuche Feinde frühzeitig erkennen. Damit das so bleibt, werden Wasserbüffel das Grünzeug in Schach halten.

Das Projekt wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem EU-Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt.