LIFE-Limosa: Wassermanagement

Feintuning im Ostermoor – Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein optimiert Lebensraum für Uferschnepfe und Co.


Im Ostermoor bei Seeth, Kreis Nordfriesland, werden die Polder für die europaweit im Bestand bedrohten Uferschnepfen und andere Wiesenvögel weiter optimiert. Deshalb wird die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes „LIFE-Limosa“ die letzten Gräben abflachen. Mit dem anfallenden Aushub werden im Polder neue höher gelegene Brutinseln, als Schutz für bodenlebenden Räubern wie Fuchs, Marderhund oder Marder angelegt, und die Dämme des Polders in einigen Bereichen leicht erhöht.

Die Polder mit einer Gesamtgröße von 37 Hektar hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein vor zwei bzw. drei Jahren zusammen mit ihrem Partner aus dem MOIN (Michael-Otto-Institut in NABU, Bergenhusen) angelegt. Das besondere dabei: Der Wasserstand ist regulierbar, um insbesondere Uferschnepfen, aber auch anderen Wiesenvögel, wie Kiebitz, Rotschenkel und Bekassine, optimale Brut- und Nahrungsbedingungen zu gewährleisten. Die Polder sammeln den Regen im Winter und sorgen so für hohe Wasserstände im Frühling. Bei ausbleibenden Niederschlägen kann aktiv Wasser in die Polder gepumpt werden. Genauso kann überschüssiges Wasser im Frühjahr oder nach Ende der Brutzeit zur extensiven Bewirtschaftung abgelassen werden. Mit Hilfe der Polder werden die früher üblichen Treene-Winterhochwasser simuliert, ohne dass Nachbargrundstücke beeinträchtigt werden.


Ziel der Naturschützer ist es, den Vögeln temporäre Flachwasserzonen, ein übersichtliches Brutgelände und stocherfähige Böden anzubieten. In diesem Terrain können sich auch die jungen Uferschnepfen auf die Jagd nach ihrer Lieblingsspeise – Insekten und Spinnen – machen.



Rund 6,1 Millionen Euro fließen bis 2022 in das Artenschutzprojekt für Greta, wie die Uferschnepfe an der Westküste liebevoll genannt wird. Die Hälfte kommt aus dem EU-Förderprogramm LIFE+, den Rest steuern die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Kreises Dithmarschen mit dem Fonds „Mehr Natur für Dithmarschen“, des Kreises Schleswig-Flensburg und des Kreises Nordfriesland bei.

Mehr Informationen unter: www.wo-ist-greta.de