Invasive Arten: Landesamt bittet um Mithilfe

Invasive Pflanzenarten, wie die Gelbe Scheincalla, gehören nicht in den heimischen Garten


Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten gelangen durch absichtliche Einfuhr oder unabsichtliches Einschleppen in Gebiete außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsraumes. Nicht allen Arten gelingt es, sich erfolgreich im neuen Lebensraum anzusiedeln, einige vermehren sich aber so stark, dass sie sich zu einer Gefährdung der heimischen Artenvielfalt und Ökosysteme entwickeln und als invasiv gelten. Bisher ist es nicht gelungen, die Ausbreitung von invasiven Arten wirkungsvoll einzudämmen. Nach Schätzungen der Europäischen Kommission gibt es über 12.000 gebietsfremde Arten in Europa, von denen rund 10 bis 15 Prozent invasiv sind und einen jährlichen Schaden von mehr als 12 Mrd. Euro verursachen.

Hierzu zählen Karolina-Haarnixe, Wasserhyazinthe, Großer Wassernabel, Wechselblatt Wasserpest, Großblütiges Heusenkraut, Flutendes Heusenkraut, Brasilianisches Tausendblatt, Kudzu und die Gelbe Scheincalla, auch Stinktierkohl genannt. Die Europäische Union verbietet es, diese Arten im heimischen Garten zu pflanzen und ruft zur Beseitigung bestehender Bestände auf.

Wenn Sie die Gelbe Scheincalla im Freiland entdecken, bittet das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR, Herr Simon Kellner unter Tel. 0 43 47 / 704-179, Email simon.kellner@llur.landsh.de) um eine Nachricht, damit sie beseitigt werden kann.

Die Pressemitteilung des LLUR im Wortlaut können Sie hier herunterladen.