Igelkolben-Wurzeln für das Kröten-Wohlbefinden

Noch schlummern Frösche, Kröten und Unken tief in der Erde. Aber wenn sie im neuen Jahr bei den ersten Sonnenstrahlen aus ihrer Winterstarre erwachen, werden sie in Bojendorf auf Fehmarn ein Zuhause zum Wohlfühlen vorfinden.

  • Kreuzkröte

  • Rotbauchunke

  • Wechselkröte

Denn hier sind gerade die Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein aktiv. Sieben neue Laichgewässer für die europaweit streng geschützte Rotbauchunke sind bereits entstanden. An drei von ihnen hat Hauke Drews, Biologe und Projektleiter der Amphibieninitiative der Stiftung Naturschutz, jüngst Igelkolbenwurzeln und weitere Teichpflanzen, die zuvor auf Stiftungsflächen am Bungsberg im Kreis Ostholstein gewonnen wurde, gepflanzt.

Auch die Bedürfnisse der Kreuzkröten stehen bei Vielfaltschützer Drews und seinen Kollegen ganz oben auf der Agenda. Für die kleine grün-braune Kröte wurden sechs Laichgewässer vorbereitet, sogenannte Wiesenflutungen. Das sind flache Geländesenken, die sich nach starken Niederschlägen mit Wasser füllen; ähnlich sehr großen Pfützen. Nur Gewässern, die lediglich vier bis fünf Wochen Wasser führen, sucht die Kreuzkröte zur Eiablage auf.

In Bojendorf konnten in der Vergangenheit bereits 40 Wechselkrötenmännchen nachgewiesen werden. Damit auch sie nach der Winterruhe einen optimalen Lebensraum vorfinden, wurden vier Gewässerbereiche neu gestaltet. Hier haben die Vielfaltschützer einen Damm gebaut, damit der Flachwasserbereich dauerhaft fischfrei bleibt und der Wechselkrötenlaich nicht Gefahr läuft, von hungrigen Fischen vernichtet zu werden. Bereits seit vielen Jahren ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein aktiv, um Laichgewässer und Lebensräume für Amphibien in Schleswig-Holstein zu schaffen. Mehr darüber lesen Sie hier.