Honiguntersuchungen verlängert

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Kieler Umweltministerium weiten Untersuchungen aus – ab sofort sind weitere Plätze frei


Vor dem Hintergrund der Debatte über den Eintrag von Pyrrolizidin-Alkaloiden (PAs) aus dem Jakobs-Kreuzkraut (JKK) und anderen PA-haltigen Pflanzen in regional erzeugten Sommerhonigen erforscht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Imker-Landesverband im Rahmen des vom MELUR geförderten Pilotprojektes „Blüten für Bienen“ die Zusammenhänge zwischen

•    dem Vorkommen von JKK im Umfeld eines Bienenstandes,
•    dem Vorkommen alternativer Trachtpflanzen im Umfeld des Bienenstandes,
•    dem Schleuderdatum und
•    dem PA-Gehalt des von diesem Stand gewonnenen Sommerhonigs.

Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Kataloges erprobter und damit belastbarer Handlungsempfehlungen zum „Imkern trotz JKK“.

Das Projekt läuft seit 2015 und ist auf drei Jahre ausgerichtet. Nachdem das zur Verfügung stehende Budget kurzfristig aufgestockt worden ist, besteht jetzt Möglichkeit, zusätzliche Teilnehmer/-innen in das Projekt aufzunehmen. Die Teilnahme gilt dann sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr, die Kosten für die Honiguntersuchung werden vollständig erstattet.

Anmeldeschluss ist der 23. September 2016.

Wer Interesse hat, das Projekt durch seine Teilnahme zu unterstützen, sollte folgende Hinweise beachten:

Zur Erhebung der oben genannten Parameter erhalten die Teilnehmer/-innen einen Fragebogen sowie eine Karte, auf der sie JKK-Vorkommen sowie Vorkommen bedeutsamer alternativer Trachtpflanzen (z. B. Brombeere, Linde, Weißklee, Kornblume, Weidenröschen) im Umfeld ihres Bienenstandes einzeichnen sollen. Die Stiftung Naturschutz benötigt daher neben den Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) unbedingt auch eine Angabe zum Standort der Beuten. Wenn diese im heimischen Garten stehen  oder irgendwo anders mit einer Postadresse zu lokalisieren sind, ist es einfach. Wenn sie irgendwo in der Landschaft stehen, wird es etwas komplizierter, da dann Koordinaten erforderlich sind. Diese können allerdings über das Internet relativ leicht ermittelt werden:

•    Bing Maps www.bing.com/mapspreview  öffnen.
•    An den Standort heranzoomen, dabei ggf. oben rechts von „Straße“ auf „Luftbild“ wechseln, wenn der Maßstab groß genug ist, um sich im Luftbild zu orientieren.
•    Die Maus auf den Beutenstandort setzen.
•    Mit einem Rechtsklick das Kontextmenü öffnen, das unten die Koordinaten enthält.

Wenn Ihnen das zu kompliziert erscheint, rufen Sie uns an: Wir tasten uns dann gemeinsam an den Standort heran.

Da der Beutenstandort bzw. sein Umfeld ein entscheidender Parameter für die Auswertung ist, muss der zu beprobende Honig ausschließlich von dem angegebenen Bienenstand stammen. Mit einer Mischprobe, die von unterschiedlichen Standorten stammt, ist der Stiftung Naturschutz nicht geholfen.
Wenn der Honig diese Bedingung erfüllt, schicken Interssierte bitte 100 g des zu untersuchenden Sommerhonigs an:

QSI
Flughafendamm 9a
28199 Bremen

Für den Versand ein fest verschließbares Probengefäß – z. B. eine Kruke (Apotheke), ein Probenröhrchen oder ein kleines Honigglas – verwenden  und der Probe einen Zettel mit folgenden Angaben beilegen:

•    Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
•    Bezeichnung der Honigprobe (z. B. „SoHo Standort Molfsee“)
•    Hinweis „Projekt Blüten für Bienen, Code 45153“

Die PA-Untersuchung dauert in der Regel 3-4 Tage ab Probeneingang. Das Prüfergebnis kommt per E-Mail und etwas später dann auch zusammen mit der Rechnung per Briefpost. Den Rechnungsbetrag in Höhe von 117,81 € (inkl. 19 % MwSt) müssen die Teilnehmer/-innen zunächst selbst an QSI überweisen. Diese Kosten, erstattet die Stiftung Naturschutz sobald sie

•    den ausgefüllten Fragebogen,
•    die ausgefüllten Karten und
•    eine Kopie des PA-Prüfberichtes (gerne per E-Mail als pdf-Datei)

zurückbekommen haben. Auf dem Fragebogen ist ein Feld, in das die Kontoverbindung eintragen werden muss.

Für Anmeldungen und Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Janna Ruge, Janna.Ruge@stiftungsland.de, (0431) 210 90-314, und Juliane Kelm, Juliane.Kelm@stiftungsland.de, (0431) 210 90-313

Hier finden Sie alle Informationen als PDF zum Download.