Hip für Seeadler

Dithmarschen: Seeadler stehen auf Stiftungsland! Vier von fünf jungen Seeadlern in Dithmarschen wurden in diesem Jahr im Stiftungsland groß.

Für die Stiftung Naturschutz ist dies ein großer Erfolg, gehörten doch Seeadler in den 1960er Jahren zu den vom Aussterben bedrohten Tieren Schleswig-Holsteins. Das hat sich glücklicherweise geändert, doch selten ist der mächtige Greifvogel mit 95 Brutpaaren landesweit noch immer.

Über den Erfolg im Stiftungsland Kudensee zwischen Burg und Brunsbüttel freut sich Julia Riepen, Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz besonders: „Im letzten Jahr wurde das Seeadlerpaar so massiv gestört, dass es trotz mehrfacher Brutversuche  erfolglos blieb. Jetzt wurden zum ersten Mal in diesem Gebiet Jungadler bei ihren Flugversuchen beobachtet“, berichtet Riepen.

Ruhe am Horst spielte auch beim Bruterfolg der Seeadler im Stiftungsland Riesewohld, Dithmarschens größtem Waldgebiet, westlich von Albersdorf, eine bedeutende Rolle. Hier profitieren die Greife eindeutig vom Naturwald-Konzept der Stiftung Naturschutz, ohne forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes, keine Entnahme von Totholz und großräumigen Ruhezonen für Pflanzen und Tiere.

Jungtiere erblickten auch am Mötjensee auf den Flächen der Stiftung Naturschutz in der  Lundener Niederung ebenso wie im Meldorfer Speicherkoog – hier allerdings auf Flächen der Bundeswehr – das Licht der Welt. Abgeschiedenheit und damit keine Störungen durch den Menschen sind das Erfolgsrezept für den Bruterfolg im Stiftungsland.

Die Stiftung Naturschutz arbeitet eng mit der Projektgruppe Seeadlerschutz e.V. zusammen, die in vielen Gebieten Seeadlerhorste bewacht. Wer Interesse hat, Seeadler zu beobachten ohne zu stören, sollte sich daher unter www.projektgruppeseeadlerschutz.de informieren.

 

Foto Jungadler: Christian Willer