Handarbeit war gefragt

20 fleißige Helfer mit Kind und Kegel haben in die Hände gespuckt und für mehr Licht und Luft für wilde Orchideen im Eidertal gesorgt.


Im Stiftungsland Eidertal südlich Kiels zwischen Reesdorf und Schmalstede war klassische Handarbeit gefragt. Weil die Rinder das hohe Gras verschmähen, Musste in die Hände gespukt werden. Mit Sense, Heugabel und Säcken der Größe XXL bewaffnet, rückten 20 Naturschützer und die, die es werden wollen, aus, um dem Breitblättrigem Knabenkraut mehr Licht und Luft zum Atmen und Wachsen zu geben. Wo vor vier Jahren gerade mal vier Exemplare der saftig-lila blühenden Orchidee entdeckt wurden, sind es dieses Jahr 60 blühende Orchideen. Nächstes Jahr, so die Prognose der Experten, werden weitere 40 dazukommen, die dieses Jahr noch nicht ins Blühstadium gekommen sind.

Eingeladen hatten die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der NABU Neumünster und der Naturpark Westensee und Obere Eider e.V., um den unerwünschten Wildwuchs im Eidertal in die Schranken zu weisen. Neben dem Breitblättrigen Knabenkraut profitieren natürlich auch weitere seltene Pflanzen, unter ihnen Kuckuckslichtnelke, Sumpfhornklee und Klappertopf, von der Pflegemaßnahme.