Handarbeit im Freilichtmuseum

Wilde Schleswig-Holsteiner mischen bald das Freilichtmuseum Molfsee auf – die Wiesenschlüsselblume zieht mit dem „BlütenMeer 2020“ auf historische Flächen.


Zwischen Windmühle, blökenden Schafen, meckernden Ziegen und historischem Gehöft wohnen demnächst auch noch viele kleine Wiesenschlüsselblumen im Freilichtmuseum Molfsee. Früher war die leuchtend-gelbe Schönheit hier bei uns im Norden Zuhause – heute ist sie selten geworden. Nur noch an wenigen Standorten finden wir die Wiesenschlüsselblume. Das soll anders werden: Kein Wunder, dass sogar Museumsdirektor Dr. Wolfgang Rüther und Dr. Christian Dolnik, Projektleiter im „BlütenMeer 2020“, den Tipps der Leiterin der projekteigenen Arche Gärtnerei, Wiebke Busch, bei der Auspflanz-Aktion aufmerksam folgten.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein möchte der Schlüsselblume und weiteren Wiesen-Schönheiten unter die Arme greifen. Die Wildpflanzen sollen sich in ihrer alten Heimat wieder wohl fühlen, sich einrichten und bleiben. „Deshalb freuen wir uns besonders über die Kooperation mit dem Freilichtmuseum Molfsee. Dann kommt zusammen, was zusammen gehört. Eine alte Schleswig-Holsteinerin vor historischer Kulisse“, freut sich Dolnik.

In die Hände spukten die Stiftung Naturschutz und ihre Helfer auch in Großbarnitz, Kreis Stormarn. Bei der großen Mitmach-Auspflanzaktion vom „NABU Reinfeld-Nordstormarn“ und dem „BlütenMeer 2020“ kamen natürlich auch Wiesenschlüsselblumen in den Boden. Weiter in die Landschaft ausbreiten, soll der Frühblüher sich dann von alleine.

Aufgezogen und aufgepäppelt wurden die Frühblüher, die auch auf den Namen „Primula veris“ – die Erste im Frühling – hören, in der Arche Gärtnerei in Eggebek, Kreis Schleswig-Flensburg. Jetzt sind sie groß genug und reif für ihren ersten großen Auftritt und zugleich ihren Auszug aus der geschützten Arche Gärtnerei.