Frosch und Freunde: so geht Lurchi-Aufzucht

„Waldhasen“ zu Besuch in der Amphibienaufzuchtanlage der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein


Amphibienaufzucht – wie geht das? Das wollten die 17 „Waldhasen der Waldgruppe des Kindergarten Aukrug bei einem Besuch der Aufzuchtstation der Stiftung Naturschutz in Bargfeld genau wissen. Was brauchen kleine Frösche, Kröten und Unken, um sich von Froschlaich zum fertigen Lurch zu entwickeln. Was fressen die Kleinen überhaupt? Geht es dabei zu, wie bei einer Raubtierfütterung im Zoo? Warum haben die Lurche einen Schwanz und ähneln eher einem Fisch als einem Frosch? Ein bisschen erinnerte der Besuch an die „Sendung mit der Maus“ und die Sesamstrasse mit dem Song „Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm.“

Fragen über Fragen, auf die der Wildtierökologe Moritz Ott von der Stiftung Naturschutz in seinem Garten jede Menge Antworten und Beispiele zum Anfassen hatte. Natürlich pachkten die „Waldhasen“ auch selbst mit an. Sei es beim Füttern mit ganz normalen Fischfutter oder dem Herausfischen von bereits fertig entwickelten Exemplaren, die in den nächsten Tagen in die freie Wildbahn entlassen werden.

Die Aufzuchtstation wird im Rahmen des Projektes „Frosch und Freunde“ als Partner des schwedischen SemiAquaticLife-Projekts betrieben. Laich von europaweit gefährdeten Amphibienarten wie der Wechselkröte, der Rotbauchunke oder der Knoblauchkröte werden in der Station zu kleinen Amphibien herangezogen. 


Das Projekt Frosch und Freunde wird gefördert von der EU-Kommission aus Mittel des Programms LIFE+ Nature and Biodiversity. In acht Natura 2000 Gebieten in Schleswig-Holstein sollen bis 2020 gefährdete Amphibien- und Wasserinsektenarten sowie die Zauneidechse unterstützt oder wiederangesiedelt werden. Projektträger ist das schwedische Länsstyrelsen Skåne, die das EU-Projekt mit der Nummer LIFE14 NAT/SE/000201 unter dem Namen semiaquatic-life führt. Diese Pressemitteilung bringt die Meinung der Stiftung Naturschutz zum Ausdruck und nicht notwendigerweise die Meinung des Fördergebers der EU-Kommission.