Finanzministerin im Stiftungsland

Laichgewässer, Knickpflanzungen und Rückzugsorte für Reptilien: Finanzministerin Monika Heinold besuchte auf ihrer Sommertour Johannistal.


Ausgesucht hatte sich die Grünenpolitikerin das Stiftungsland Johannistal bei Gremersorf, Kreis Ostholstein, weil das Gebiet von EU-Mitteln aufgewertet wird. Es entstehen unter anderem Laichgewässer, Knickpflanzungen und Rückzugsorte für Reptilien. Begleitet wurde sie dabei unter anderem von Dr. Walter Hemmerling vom Vorstand der Stiftung Naturschutz und der Flächenmanagerin Heike Henning.

Finanzministerin Monika Heinold bei der Wanderung: „Wer inmitten dieser wunderschönen Landschaft steht, weiß, welche Perle wir hier im Land haben. Nun soll das Gebiet mit Hilfe europäischer Mittel noch schöner und ökologisch wertvoller werden. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel, an dem wir sehen können, wie wichtig Europa für uns hier im Land ist.“

Die Ministerin ist an fünf Tagen zwischen dem 23. und dem 30. August 2016 unterwegs. Insgesamt umfasst die Sommertour 14 Stationen. Angesichts der aktuellen Debatte über die Zukunft Europas hat sich Finanzministerin Monika Heinold bewusst entschieden, auf ihrer diesjährigen Sommertour Projekte zu besuchen, die es ohne die EU nicht in diesem Umfang in Schleswig-Holstein geben würde.
Die EU unterstützt das Landesprogramm ländlicher Raum (LPLR) des Landes Schleswig Holstein von 2014 bis 2020 mit rund 420 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Kofinanziert wird das Programm mit rund 200 Mio. Euro nationalen Mitteln, die von Bund, Land und Kommunen beigesteuert werden.

2007 konnte die Stiftung Naturschutz 176,1 Hektar Ackerland des Gutshofes Johannistal in der Gemeinde Gremersdorf für 3,3 Mio. Euro (2,7 Mio. Euro aus Landesmitteln, 0,6 Mio. Euro aus Eigenmitteln) erwerben. Ziel war, die naturschutzfachliche Entwicklung mit der Erschließung für Besucher in Kooperation mit der Gemeinde zu kombinieren (Landschaftspark Johannistal).