Feucht von oben bis unten

„Extratouren“ können auch auf kleinstem Raum abenteuerlich sein. Das erfuhren rund 40 NaturliebhaberInnen im Stiftungsland Rantzautal.

Prominente Mitwanderer hatten sich für die Wanderung bei Schlotfeld im Kreis Steinburg angekündigt: Sandra Redmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz, war ebenso mit von der Partie, wie die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kieler Landtag, Eka von Kalben, und ihr Fraktionskollege Bernd Voß. Auch Lothar von Borstel, Schlotfelds Bürgermeister, hatte im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl.

Auf den artenreichen Feuchtwiesen und Weiden grasen die  Gallowayrinder von VERA, dem Verein für extensive Robustrinderhaltung an der Rantzau, den ganzen Sommer. Sie schaffen mit ihrem Appetit auf Grünzeug unter anderem Platz für die Wilde Minze und Baldrian.

Antje Zimmermann, Flächenmanagerin der Stiftung, freute sich sichtlich über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Verein und seinen ganz unterschiedlichen Mitgliedern: „Da ist der Landwirt, der inzwischen auf dem Altenteil sitzt und seine Erfahrung einbringt, da sind die Botaniker, die dokumentieren, wie sich die Flächen entwickeln.“

Dass der Hinweis auf Gummistiefel zu Recht in der Einladung stand, dass aber auch Gummistiefel – noch dazu kurze – nicht vor jeder Stiftungsfläche schützen, musste eine Teilnehmerin erfahren, die mit beiden Beinen im Sumpf verschwand, es aber mit Humor nahm.

Nach erfolgreichem Durchqueren des Sumpfes konnten alle Teilnehmer einer feucht-fröhlichen Tour den Beweis antreten, dass es in Schleswig-Holstein kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt.