BlütenMeer 2020: Mahdgut ist für alle gut!

Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut – Theorie und Praxistagung für blütenbunte Wiesen und Schönheiten


Die bunten Wilden mit schleswig-holsteinischen Wurzeln sind schon vor einiger Zeit ausgezogen und haben sich hier im echten Norden von Wiesen und Weiden gemacht. Mit ihnen sind auch die ohnehin schon seltenen Schmetterlinge, unter ihnen der Goldene Scheckenfalter, verschwunden. Dank der beiden Projekte „BlütenMeer 2020“ und „LIFE Aurinia“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein kehren Wiesenmargerite, Klappertopf, Heidenelke und mit ihnen auch der Goldene Scheckenfalter und viele andere flatternde Kostbarkeiten wieder zurück in ihre alte Heimat.

Eine erfolgsversprechende Methode der Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist die sogenannte Mahdgutübertragung. Dabei wird eine blütenbunte Wiese abgemäht, wenn die Wildpflanzen aussamen, das Mäh-Gut aufgefangen und auf einer artenarmen Wiese ausgebracht.

Wie vielfältig diese Methode sein kann und welche Effekte die Vielfaltschützer mit dieser Maßnahme erzielen, erfuhren die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Artenreich und blütenbunt – Aufwertung von Grünland durch Mahdgutübertragung und Regio-Saatgut in der Akademie Sankelmark, Kreis Schleswig-Flensburg, in der Theorie und Praxis bei Exkursionen am Treßsee (Projektgebiet des Projekts LIFE Aurinia) und im Schäferhaus Nord (Projektgebiet des Projekts „BlütenMeer 2020“).


Unter anderem waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer live dabei, als LIFE-Aurinia-Projektleiterin Antje Walter den Goldenen Scheckenfalter in seine Freiheit entlassen hat. „Wir setzen die in der Zuchtstation geschlüpften Schmetterlinge hier aus, damit sie ihre Eier an dem Teufelsabbiss legen. Denn die Raupen des Goldenen Scheckenfalters fressen ausschließlich an dieser seltenen, heimischen Wildpflanze“, erklärt Antje Walter beim Freilassen der kleinen Falter.