Anschubfinazierung für Urwald von morgen

18.2.2017 - Auf dem Weg zum naturnahen Wald: Holzeinschlag im Stiftungsland Bimöhlen an der Osterau

 

Das Stiftungsland Bimöhlen, Kreis Segeberg, wird zum naturnahen Wald umgebaut, um für Tiere und Pflanzen noch attraktiver zu werden. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ließ einen Harvester – einer vollautomatischen Holzerntemaschine – anrücken, um auf dem 20 Hektar großen Flächenkomplex an der Osterau den Waldumbau zu forcieren.

Ziel der Vielfaltschützer: Der monotone Fichtenforst und die aus Amerika eingewanderte Spätblühende Traubenkirsche sollen Platz machen für einen naturnahen Wald mit standorttypischen Gehölzen. Um die vorhandenen Ebereschen und Birken machen die Förster einen Bogen. Sie werden nach und nach den ehemaligen Fichtenforst zurückerobern. Zusätzlich wird die Stiftung Naturschutz voraussichtlich im Herbst zahlreiche Buchen und Eichen pflanzen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Umweltminister Robert Habecks Ziel, im waldärmsten Bundesland die zehn Prozent Naturwald in den öffentlichen Wäldern weiter zu erhöhen: „Der Urwald von morgen“ – ein Waldökosystem, das möglichst ohne menschliche Eingriffe sich selbst reguliert.