Amphibieninitiative Nordfriesland

Großes für kleine Lurche – Stiftung Naturschutz greift Amphibien in Nordfriesland unter die Arme


Die Bestände der Amphibien im Kreis Nordfriesland sinken besorgniserregend. Diesem Trend stemmen sich jetzt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Kreis Nordfriesland mit einer groß angelegten „Amphibieninitiative“ entgegen. Zum Auftakt stehen die Laubfrösche auf Privat-, Kreis- und Stiftungsflächen südlich von Ostenfeld, Kreis Nordfriesland, ganz oben im Programm.

Bagger ziehen in das Projektgebiet zehn Kilometer östlich von Husum ein und bereiten jetzt die Trendwende vor. Auf den Flächen werden in den nächsten Wochen mindestens 26 neue Laichgewässer entstehen. Daneben werden zahlreiche bereits vorhandene Kleingewässer saniert. Nach dem Start in Ostenfeld stehen entsprechende Tiefbauarbeiten zur Rettung der Amphibien auch in den Gemeinden Winnert und Schwabstedt an.

Finanziert wird die „Amphibieninitiative“ aus Ersatzgeldern des Kreises Nordfriesland, die beim Ausbau der Windenergie angefallen sind. Das Schutzkonzept der „Amphibieninitiative“ umfasst insgesamt 28 Teilgebiete in denen zwischen Sylt und Husum die Populationen von Laubfrosch, Kreuz- und Knoblauchkröte sowie des Kammmolchs gestärkt werden sollen.