Amphibieninitiative Nordfriesland dreht auf

Großes für kleine Lurche – Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein greift Amphibien unter die Arme

  • Laubfrosch mit prall gefüllter Schallblase

  • Kammmolch im Landlebensraum

  • Knoblauchkröte auf nächtlichem Beutezug

  • Nachtaktive Kreuzkröte auf der Jagd


Die Bestände der Amphibien im Kreis Nordfriesland sinken besorgniserregend. Diesem Trend stemmen sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Kreis Nordfriesland mit einer groß angelegten "Amphibieninitiative“ entgegen. In den nächsten Wochen steht eine Großbaustelle im Raum Ostenfeld –Wittbek östlich von Husum auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen für europaweit geschützte Laubfrösche, Kammmolche sowie Knoblauch- und Kreuzkröten im Stiftungsland, aber auch auf verschiedenen Privatflächen im Focus der Vielfaltschützer.

Bagger rücken an, um auf diversen Flächen – zusammen 50 Hektar groß – 16 Amphienteiche zu sanieren und fünf neue anzulegen. Damit sollen insbesondere Laubfröschen geeignete Fortpflanzungs- und Landlebensräume angeboten werden. Der Laubfrosch war früher in der Region weit verbreitet, aktuell ist die Population auf einen Restbestand im Raum Winnert geschrumpft. Für die privaten Landwirte sind die Maßnahmen kostenneutral, sie müssen nur die dafür erforderliche Fläche bereitstellen. So leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt ohne selber Maßnahmen organisieren oder bezahlen zu müssen.

Finanziert wird die „Amphibieninitiative“ aus Ersatzgeldern des Kreises Nordfriesland, die beim Ausbau der Windenergie angefallen sind. Das Schutzkonzept der „Amphibieninitiative“ umfasst insgesamt 28 Teilgebiete zwischen Sylt und Husum