Eine der letzten intakten offenen Binnendünen Schleswig-Holsteins ist im Stiftungsland Nordoe zu erleben! Die Binnendünenlandschaft südlich von Itzehoe im Kreis Steinburg wurde im Frühjahr 2014 zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist hier vor allem mit ihrem Projekt „Aurinia“ zur Rückkehr des Goldenen Scheckenfalters, einem sehr seltenen Tagfalter, aktiv. Das rund 400 Hektar große Gebiet wurde in der Vergangenheit überwiegend militärisch genutzt, es ist daher nie landwirtschaftlich genutzt worden, also auch nicht gedüngt. So findet sich hier ein bemerkenswerter Artenreichtum: seltene Pflanzen wie der lila blühende Teufelsabbiss oder die leuchtend gelbe Arnika sind hier ebenso zu Hause wie seltene Vögel wie die Heidelerche. In den flachen Teichen leben zudem im Frühjahr Kreuzkröten und Knoblauchkröten. Damit die Binnendüne nicht zuwuchert, grasen Rinder, Pferde und Ziegen in dieser halboffenen Weidelandschaft, die robusten Tierrassen auch das ganze Jahr über.

Heide soweit das Auge reicht

Besonders die Mischung von offenen Grasflächen und mit Heidekraut bewachsenen Sandflächen macht dieses Gebiet zu einem einzigartigen Fauna-Flora-Habitat. Andere Teile der Binnendüne sind mit Eichen und Birken bewaldet oder von Flachwassertümpeln durchzogen. Neben den Amphibien fühlen sich hier auch viele Insekten wie beispielsweise die Große Moosjungfer, eine seltene Libellenart, zu Hause. Vor allem im Spätsommer, wenn die Heide herrlich lila blüht, lohnt ein Besuch der Binnendünenlandschaft.