Das Eidertal ist geprägt durch einen besonders hohen Anteil an naturnahen Auenlebensräumen. Die zum Teil steilen Hangflächen mit zahlreichen Hangquellmooren haben auch mineralische Böden und stellen damit die ganzjährige Beweidungsfähigkeit im Projektraum sicher. Kleinseggenriede, Hochstaudenfluren, Grünland, Magerrasen, Bruchwald, Feldgehölze, sowie Kleingewässer, Feuchtwiesen und kleine Kesselmoore bieten eine reiche Lebensraumvielfalt.

Das Modellprojekt Eidertal umfasst insgesamt 300 Hektar, davon 150 ha in öffentlichem und 150 ha in privatem Eigentum. Die Vernässung dient der Wiederherstellung der Fließdynamik der Eider und der Entwicklung flussbegleitender natürlicher Lebensräume, wie z.B. Erlenbrüche. Zur Sicherung der vielfältigen Struktur der Kulturlandschaft wurde auf knapp 400 ha eine halboffene Weidelandschaft eingerichtet. In einer örtlichen Initiative setzt der Wasser- und Bodenverband diese Maßnahmen um. Dazu übernimmt er die Verpachtung der Stiftungsflächen und verwendet die Pachteinnahmen zur Finanzierung der Maßnahmen.

Auch kommunale Ausgleichsmittel fließen in das Projekt. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben vom Ökologiezentrum der Universität Kiel. Die Beweidung mit Heckrindern und Koniks hat auch den Effekt, dass die Attraktivität dieser abwechslungsreichen Landschaft steigt. Nahe der Stadt Kiel ist das Eidertal ein Erholungsgebiet, das mit Wanderwegen und anderen Einrichtungen, wie Infotafeln, erlebbar gemacht werden soll.