Konsequent und umsichtig lauten die Schlagworte der neuen Strategie der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im Umgang mit JKK. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein startet eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne gegen das giftige Jakobs-Kreuzkraut (JKK) und richtet ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum ein.

Landes- und bundesweit ist die Stiftung, die erste und einzige Organisation, die dieses Problem planvoll anpackt: ökologisch sinnvoll und damit zukunftsweisend. Kern der zweigleisigen Strategie sind konsequente Akutmaßnahmen gegen die Ausbreitung von JKK und die Abwehr von Gefahren für Imker. Umsichtig wird im Kompetenzzentrum aber auch auf den langfristigen Wissensgewinn gesetzt und zum Themenkomplex JKK geforscht sowie vorliegende Erkenntnisse aus anderen Bundes- und EU-Ländern gebündelt und ausgewertet. Hier leistet die Stiftung bundesweit Pionierarbeit und will mit ihren Kooperationspartner  zwei Praxisleitfäden „Imkern trotz JKK“ und „JKK naturverträglich zurückdrängen“ veröffentlichen.

Das JKK-Kompetenzzentrum bei der Stiftung

Schon seit langem arbeitet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein an einer umweltverträglichen Eindämmung des JKK. „Dieses Kraut soll uns nicht über den Kopf wachsen“, bestätigt auch der geschäftsführende Vorstand Walter Hemmerling das Bestreben.
Standardisierte Honig-Untersuchungen haben im vergangenen Jahr den  Verdacht erstmalig belegt, dass unter  bestimmten Bedingungen Sommer-Honigsorten  erhöhte Pyrrolizininalkaloide (PA) –Werte aufweisen können.  Das JKK hatte in diesen Fällen Hongibienen als Nektarspender gedient.  Auch wenn mit dem Sommerhonig nur  ein Drittel der Jahreshonigproduktion und lediglich einige, wenige Honigproben betroffen sind, arbeitet die Stiftung seit Bekanntwerden dieser neuen Fakten mit Hochdruck daran, diese neuen Herausforderungen zu meistern. Es gilt die Gefahren durch  JKK auszubremsen. Mit dem Diplom-Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf hat die Stiftung einen ausgewiesenen Fachmann verpflichtet. Huckauf, der die Stiftung bereits zuvor im Umgang mit JKK beraten hat, richtet derzeit das Kompetenzzentrum zum JKK bei der Stiftung ein. Dazu gehört ein mehrköpfiges Wissenschaftlerteam um den Landschaftsökologen Prof. Dr. Tim Diekötter von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker und der Landesnaturschutzbeauftragte Dr. Holger Gerth, der selbst Imker ist.

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Imker-Telefon

Aiko Huckauf
Tel. : 0431 210 90 799
E-Mail: aiko.huckauf@stiftungsland.de

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